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Merz erweckt hier mal wieder den falschen Eindruck, dass in Deutschland Steuern von fast 50 % aufs Einkommen bezahlt werden. Aber das ist ja nur der Grenzsteuersatz, der auf den letzten Euro bezahlt wird. Der durchschnittliche Steuersatz liegt auch bei hohen Einkommen weitaus niedriger. (1/5)

teilten dies erneut

Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Wer die realen Steuersätze für unterschidliche Einkommen und Konstellationen selbst ermitteln will, kann das zum Beispiel hier tun: (5/5)
test.de/Brutto-Netto-Rechner-S…
Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Die praktische monatliche Rechnung (bei mir): Vom Brutto bleiben nach Abzug von Lohnsteuer, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Solidaritätszuschlag 61%. Im nächsten Schritt werden dann Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen und damit ist der Auszahlungsbetrag 51,4% vom Brutto. Ich glaube so rechnen viele und das bedient Merz. (ich liege über 100K im Jahr und bin Steuerklasse 1, weil geschieden).
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Woche her)
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷

@jwildeboer "zu versteuernde Einkommen", Jahresbruttoeinkommen, Sozialversicherungsbeiträge. Da gibt es zu viele unterschiedliche Begrifflichkeiten. Das muss einfacher gehen. Im Prinzip nur Brutto (den Betrag habe ich mit meinem Arbeitgeber vereinbart) und Netto (alles abgezogen, über das ich nicht selbst verfügen kann).
Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷

@jwildeboer
Du musst dich einfach weiter von den Beitragsbemesungsgrenzen entfernen und schwupps, schon wirds besser.

Und ja, Einkommen im Bereich der Bemessungsgrenzen zahlen prozentual zu viel.

Da hilft nur: Spitzensteuersatz rauf, Spitzensteuersatz ab 2xBemessungsgrenze in der Rentenversicherung; Erbschaftsteuer rauf, Freibeträge 10 x Bemessungsgrenze für im Haushalt lebende Angehörige, 5x für alle anderen.

Fertsch, passt auf einen Bierdeckel.

Und hilft ziemlich allen

@mkreutzfeldt

Als Antwort auf Jan Wildeboer 😷

Ich habe nie verstanden, wie man damit "Steuern spart". Ich habe eine Eigentumswohnung zur Vermietung und bin so froh, wenn sie demnächst abbezahlt ist. Klar muss ich dann auf die Miete Steuern zahlen, das ist ja völlig OK - aber die Steuern habe ich ja vorher nur "gespart", weil ich der Bank jahrelang die Zinsen in den Rachen geworfen habe. Das war kein Verlust auf dem Papier, das war echtes Geld, was die Bank kassiert hat. Was daran "sparen" ist, habe ich nie kapiert
@mkreutzfeldt
Als Antwort auf Mathias Hasselmann

Das Problem aus meiner Sicht ist nicht, dass man die Zinsen von der Steuer absetzen kann.
Sondern dass der Gewinn aus dem Wertzuwachs einer Immobilie beim Verkauf nach 10 Jahren steuerfrei ist, bei Aktien nach 1 Jahr.
Und auch der Besitz einer Immobilie auf Dauer deutlich billiger ist als ein leben lang Miete zu zahlen.
Die Grundsteuer ist ein eher geringer Betrag.
Als Antwort auf Kommentator

Kleine Korrektur: Bei Aktienverkäufen muss seit 2009 immer der Gewinn versteuert werden, da gibt es keine Steuerfreiheit. Egal wie lange man die Aktien gehalten hat, beim Verkauf fallen auf dem Gewinn 25% Kapitalertragssteuer als Abgeltungsteuer an., Solidaritätszuschlag und evtl Kirchensteuer kommen dazu. i@taschenorakel@mastodon.green @junior42 @mkreutzfeldt
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Woche her)
Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt auch, dass die CDU/CSU mal wieder lügt.

surplusmagazin.de/ki-vermogen-…

"Lange Zeig haben Länder wie die #USA oder das Vereinigte Königreich Steuern auf sehr hohe Einkommen erhoben, die faktisch einer Konfiszierung dieser Einkommmen gleichkamen: Zwischen den 1930er und 1970er Jahren lagen die Steuersätze bei über 90%." via @surplusmagazin

Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Das ist richtig, der tatsächliche Steuersatz ist bedeutend niedriger. Aber kommt es darauf an?
Viel wichtiger ist doch die sog. Staatsquote, die Summe aller Steuern und Abgaben auf das Einkommen. Und die liegt bei rund 50 %.
Und Vermögende, Parlamentarier, Beamte und sonstige Begünstigte dürfen sich aus der solidarischen Finanzierung unseres Gemeinwesens verabschieden und sich die Rosinen der sozialen Sicherheit herauspicken und ungeniert die Früchte unserer Leistungen nehmen.
Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Dumme Einlassung von Merz u. subtil von der Bild.
Nicht Steuerlast, es geht um Steuergerechtigkeit!

Reale Steuerlast vs. nominelle Steuerlast.
Wenn wir nur die Lohn- u. Einkommensteuer betrachten, sieht es so aus, als ob die "obersten 10 %" alles tragen.
Schaut man jedoch hinter die Kulissen der Vermögensverwaltung u. der Unternehmensstrukturen, verändert sich das Bild massiv.
Da die obersten 1 % den Großteil ihres Einkommens aus Kapital u. nicht aus abhängiger Arbeit beziehen.

Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Danke für den Thread. Die Union kramt diesen Mythos immer dann wieder raus, wenn es um höhrere Beteiligung von sehr Vermögenden u. Beziehern von hohen Einkommen an gesellschaftlichen Ausgaben geht.
Kaum kommt die sPD mal zaghaftem Aufschlag daher, wird mit diesem nonsens alles im Keim erstickt.🙄
Perfide, die Kirchensteuer mitzuzählen, es gibt keine Pflicht in der Kirche zu sein.
Anders die MwSt auf Lebensmittel, die besonders Ärmere belastet.
Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Ich oute mich hier mal: Ich habe grössere Teile meines Lebens so viel verdient, dass ich den Spitzesteuersatz zahlen musste.

Und ich hatte hinterher trotzdem noch genug für ein angenehmes Leben ohne Geldsorgen (was ich nach einer Kindheit in echter Armut besonders zu schätzen wusste)

Angenehmes Leben beinhaltet auch Krankenhaus, Strasse, Bahn, Feuerwehr und die Gewissheit, dass ich auch wenn alles schief geht noch Geld bekomme.
Von Menschen mit weniger Glück ganz zu schweigen.

Als Antwort auf Malte Kreutzfeldt

Ich wünsche mir nur einen einzigen Journalist, der Merz mal fragt, warum unter Adenauer und Erhard die Steuersätze so viel höher sein konnten, es unter Adenauer gar ein de facto Höchsteinkommen gab.

Bonuspunkte, wenn man dann noch nachhakt, ob das Wirtschaftswunder, ganz vielleicht, mit der massiven Umverteilung durch höhere Spitzensteuersätze und Vermögensabgaben zu tun gehabt haben könnte.

Und ob er (Merz) diese obviously linke Socke Adenauer immer noch als Vorbild betrachtet.

Als Antwort auf Bundesnavigationsminister a.D.

@Bundesnavigationsminister a.D. @Malte Kreutzfeldt

20% von 1.000.000€ ist relativ viel Geld, bringt jemanden mit so einem Jahreseinkommen aber kaum in existenzielle Bedrängnis.

20% von 1000€ Monatseinkommen kann schon darüber entscheidend sein, ob am Ende des Geldes noch Monat übrig ist, wo es nix mehr zu essen gibt.

Eine Flat-Tax klingt auch mal wiederum nur für jene "ur super" die ohnehin ausreichend von allem haben.